Ein Grundkurs zum Plastikmodellbau am Beispiel einer Figur

Teil 1

Vorweg gilt es für Anfänger wie für Halbprofis etwas zu klären.

Frage : Wo baue ich das Modell ?!

Antwort : Da wo Platz ist, wo gut gelüftet ist und nix versaut wird.

Immerhin wird hierbei geschliffen und geschnitten ( Staub, Abfall ), es wird geklebt und gemalt ( Kleber- und Farbdämpfe könne Gesundheits gefährdend sein!) und einiges mehr.......

Davon abgesehen könne andere Familienmitglieder auch sehr verletzend werden wenn Muttis beste Tischdecke am Wohnzimmertisch festklebt und verschiedene Farbflecken aufweist die nicht zu entfernen sind !!!!!!

Also schafft euch einen Platz mit Unterlage zum Basteln.

Wer keinen festen Basteltisch hat kann sich mit einem festen Obstkarton aus dem Supermarkt behelfen.

Klappt ein langes Seitenteil nach unten und schon habt ihr eine Abgeschlossene Arbeitsfläche zum Mitnehmen und verstauen. Darauf können die Bastelsachen auch liegenbleiben wenn das ganze mit einer Folie abgedeckt zB unter oder auf den Schrank geschoben wird.

Ich schaffe es zwar auch nicht immer.... aber ich bitte euch zu euren eigenen Gunsten das Ihr euch an eine gewisse Ordnung und Sauberkeit mit den Werkzeugen gewöhnt die ihr benutzt.

Da können vier oder fünf leere Klopapierrollen schon hilfreich sein die zusammengeklebt dadurch helfen das darin die Messer, Pinsel, Pinzetten usw. einen Platz finden.

Es ist nicht selten das man so konzentriert einige Teile am kleben ist und man nicht mitbekommt das im kleine Finger ein Messer steckt oder das ein wichtiges Teil am Ärmel festklebt !!

Nu aber.

Ich hätte hier ein z.B. Bausatz von der Firma Heller vorliegen.

Homer Simson

Fangen wir damit doch mal an.

Homer

Wie bei jedem Plastikbausatz sind die Teile an sogenannten Gußästen. Das die durch die Fabrikation bedingt sind brauche ich wohl nicht zu erklären. Ich halte sie dennoch nicht für reinen Abfall da man sie hier und da noch gut verwenden kann.

Die Modellteile sollte man nicht einfach abbrechen sondern mit etwas Überlegung abtrenne.

Das abbrechen kann zu Schäden führen die viel Nacharbeit kosten kann.

Nehmt eine Nagelschere, einen kleinen Seitenschneider oder wenn vorhanden eine Minisäge um die Teile mit etwas abstand zum Modellteil abzutrennen.

( Werkzeugtip: Es gibt kleine Seitenschneider die extra dafür angeboten werden. Die sind prima. Oftmals bekommt man aber fast die selben im Elektronikhandel für einen Bruchteil des Geldes ! )

Homer

Wenn Ihr jetzt hingeht und die Teile mit einem scharfen !! Messer säubert...d.h. die überstehenden Gußrest abschneidet / abschabt, .... kann man viel besser den Ansatz des Gußastes entfernen.

( Werkzeugtip: Es nicht direkt ein Skalpell sein. Ein Abbrechmesser aus dem Restemarkt tut es auch eine Zeitlang)

Was ich gerne mache ist hier schon eine meiner universalen Geheimwaffen einsetzen. Die heilige Nagelfeile.

( Werkzeugtip: Wer kennt sie nicht, die Nagelfeilen Sets mit den Schaumstoff innen Leben. Ob ALDI oder LIDL jeder hat die mal im Angebot. Meist sind auch verschiedene Stärken von Schmirgelpapier auf einer Feile aufgebracht. )

Mit etwas Gefühl wird damit alles was ! nicht ! zum Bausatzteil gehört abgefeilt. An den Kanten die noch geklebt werden müssen lieber etwas weniger wegnehmen. Sonst muß dort später das Material mit Spachtelmasse wieder aufgefüllt werden.

Was zu überlegen ist, ob Ihr die Teile mit einem Edding oder so auf der Innenseite mit der Bauteilnummer beschriftet. Bei vielen gleichen Bauteilen verhindert das Verwechslungen.
Homer

Evtl. fragt Ihr euch warum ich nun schon alles ..na ja fast alles schon abtrenne und „versäubere“.

Es erleichtert das „Trockene Anprobieren“.

Die Teile können ohne Kleber schon mal auf ihre Positionen gebracht werden, um zu sehen ob alles paßt ....oder ob noch Veränderungen nötig sind.

Es ist ! nicht ! Selbstverständlich das alle Teile auf Anhieb passen !

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